CIRS Berlin

 

 

Zuletzt verändert: 21.07.2017

Das Projekt: Netzwerk CIRS-Berlin

Kritische Ereignisse und Beinahe-Schäden bewusst wahrzunehmen, die Ursachen für diese Ereignisse aufzuklären und damit mögliche Schäden vom Patienten abzuwenden ist zu einem zentralen Thema im Gesundheitswesen geworden. Fehlerberichts- und Lernsysteme für kritische Ereignisse - Critical Incident Reporting Systeme (CIRS) sind ein wichtiges Mittel dafür.

Was ist neu an diesem Projekt?

Es ist ein regionales Projekt mit aktiver Beteiligung der Einrichtungen, was den Beteiligten ermöglicht, im direkten Austausch miteinander aus Fehlern zu lernen (siehe auch "Was und wie wird berichtet?"). Einrichtungsinterne Systeme zum Fehler- und Risikomanagement werden dadurch vernetzt unter dem Motto: "Wir müssen nicht jeden Fehler selbst machen, um daraus zu lernen". Ein weiteres vergleichbares Berichtssystem gibt es in Deutschland derzeit (2012) nicht.

Das Netzwerk CIRS Berlin bietet den Projekt-Teilnehmern die Möglichkeit,

  • ihre Berichte über kritische Ereignisse und Beinahe-Schäden in dem gemeinsamen Berichte-Pool zusammenzuführen. Dieser Berichte-Pool ist die Basis des gemeinsamen Lernens.
  • im Austausch mit den anderen Projektteilnehmern Maßnahmen zur Vermeidung von Fehlern und Patientenschäden zu entwickeln.
  • ihre praktischen Erfahrungen bei der Einrichtung und Weiterentwicklung des CIRS für andere Projekt-Teilnehmer nutzbar zu machen.
  • einen proaktiven Umgang mit kritischen Ereignissen und Fehlerquellen zu entwickeln.

Das Netzwerk CIRS Berlin wurde am 01.09.2008 gegründet. In einer zweijährigen Pilotphase erfolgte der Aufbau der internen CIRS in den teilnehmenden Einrichtungen und der Strukturen des Netzwerks. In den beiden folgenden jeweils dreijährigen Phasen wurden die Netzwerkstrukturen und -prozesse in die Routine überführt und der Teilnehmerkreis ausgeweitet. Seit September 2016 ist das Netzwerk CIRS Berlin ein dauerhaftes, zeitlich nicht befristetes Angebot der Ärztekammer Berlin.